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Kampf der Narrative

Der diagnostizierte Split der Kulturen zwischen „starken Individuen“ und „starkem Kollektiv“  ist auch ein Kampf um gesellschaftliche Deutungshoheit. Auf der einen Seite steht die „linke“ Erzählung von der offenen, multikulturellen Weltgesellschaft und ihren kreativen Individuen. Auf der anderen Seite steht die „rechte“ Erzählung vom geschlossenen, „identitären“ Nationalstaat und einer kollektiven Solidarität. Beide Plots scheitern daran, dass sie die Komplexität der heutigen Gesellschaft ausblenden.

Was eine gespaltene Gesellschaft deshalb umso dringlicher braucht, so „Next Germany“, ist eine neue, überzeugende, begeisternde Deutung von Komplexität – jenseits der traditionellen politischen Schemata. So kann die Erkenntnis reifen, dass die Probleme unserer Gesellschaft nicht auf kultureller Homogenität oder Inhomogenität gründen – und dass traditionelle Vorstellungen wie eine zentrale (politische) Steuer- oder Adressierbarkeit „der Gesellschaft“ kaum noch anwendbar sind.

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